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Herzlich Willkommen

team mitteldeutsche filmfreunde 2017

Die 5. Köthener Filmtage sind Geschichte

und wir danken allen Helfern, Partnern und Gästen für das großartige Gelingen. In eigenem Namen und dem unserer Gäste gilt unser besonderer Dank allen Partnern, die es uns auch in diesem Jahr wieder ermöglicht haben, alle Filme bei freiem Eintritt zu zeigen.

Unsere Filmauswahl hat wiedereinmal den Nerv unseres Publikums getroffen, wir konnten am Ende einen neuen Zuschauerrekord verzeichnen. In den teils intensiven Gesprächen mit unseren Gästen und Besuchern während der Pausen und nach den Vorstellungen gab es viel positives Echo zu den verschiedenen Themen, „die uns alle angehen“.

Ob Podiumsdiskussion, Dunkelparcour, die Ausführungen von Herrn Leutloff vom Blinden- und Sehbehindertenverband Sachsen-Anhalt oder das Gespräch mit der Schweizer Regisseurin Barbara Miller, das Rahmenprogramm war vielseitig, abwechslungsreich und spannend. Während der Schwerpunkt der meisten gezeigten Filme auf körperlichen und geistigen Einschränkungen lag, ging es in Barbara Millers „#Female Pleasure“ vor allem um die Selbstbestimmung und sexuelle Selbstbestimmung der Frauen aus bzw. in unterschiedlichen Kulturkreisen.

Unser verstärktes Bemühen, mit dem diesjährigen Thema „Es geht uns alle an!“ auch etwas mehr Verständnis für den Alltag von Menschen mit verschiedenen körperlichen, geistigen sowie kulturellen Einschränkungen zu vermitteln, hat unsere Motivation zu den diesjährigen Filmtagen uneingeschränkt hochgehalten. Wir gehen mit dem Gefühl aus den Filmtagen, dass jeder etwas mit in den Alltag nimmt, um die Barrieren, die man oft als solche garnicht erkennt, ein wenig mehr abzubauen.

Eigentlich mussten mit unserem 53-Sekunden-Eröffnungsfilm unsere Besucher nicht missioniert werden, sie sind Filmfreunde und es gab einige unter ihnen, die wir an jedem Tag begrüßen konnten. Er war aber für alle eine gelungene Einstimmung.

 

Wir freuen uns schon heute auf die sechste Auflage im kommenden Herbst und hoffen auch dann wieder auf ein interessiertes Publikum.

Ihre Mitteldeutschen Filmfreunde

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Aus dem Universum der kleinen Bewegungen und des großen Glücks

Regie:
Grand Corps Malade, Mehdi Idir
Frankreich 2016, 112 Min.

Darsteller:
Pablo Pauly, Soufiane Guerrab,
Moussa Mansaly, Nailia Harzoune,
Franck Falise, Yannick Renier

Altersfreigabe: ab 6 Jahre
Französische Filmtage Tübingen Stuttgart – Publikumspreis 

Benjamin hat haufenweise Pläne und einen großen Sinn für Humor. Auch Farid hatte einiges vor, bevor er vor Jahren durch einen Unfall im Rollstuhl landete. Die beiden treffen sich in einem Reha-Zentrum, in das auch Benjamin verlegt wird, nachdem er sich einen Halswirbel gebrochen hat. Er wird lebenslang behindert sein, heißt es. Ob telefonieren, pinkeln oder essen – nichts geht bei Benjamin mehr ohne die Hilfe von der ungeschickten Schwester Christiane und von dem immer viel zu gut gelaunten Pfleger Jean-Marie. Trotzdem gibt Benjamin nicht auf, er reißt einen Witz nach dem nächsten über die bedeutungslustige Reha-Psychologin und die unzumutbaren Stützstrümpfe. Benjamin trifft auch auf Toussaint und Steeve, ebenfalls Patienten, die die große Kunst gelernt haben, das Unglück einfach auszulachen. Und dann ist da noch die bildhübsche Samia, in die Benjamin sich auf den ersten Blick verliebt. Eine Gruppe voller Knallköpfe und Kämpfer – versehrte Helden, die gemeinsam die Verzweiflung aus dem Weg räumen und jeden Millimeter Bewegung feiern.

„Lieber leben“ ist ein filmischer Glücksfall, dem eine seltene Balance aus Heiterkeit und berechtigter Schwermut gelingt und der in jedem einzelnen Moment die Echtheit einer wahren Geschichte atmet. Ohne jede Spur von Sentimentalismus, aber dafür mit einer perfekten Dosis Galgenhumor nimmt uns „Lieber leben“ mit in das Universum der kleinen Bewegungen und des großen Glücks.

 

Donnerstag, 24. Oktober, 19:00 Uhr, Lieber leben

Veranstaltungsort: Kultur- und Veranstaltungszentrum Köthen

Veranstalter: Mitteldeutsche Filmfreunde e.V.

Ansprechpartner: Matthias Kunze, Tel. +49 3496 512212

Eintritt: kostenfrei

Rahmenprogramm:

18:00 Uhr Einlass
18:30 Uhr Eröffnung des Festivals und Begrüßung durch den Verein Mitteldeutsche Filmfreunde e.V.
19:00 Uhr Filmvorführung
21:00 Uhr Ende

 


Leben mit Angst

Regie:
Sonja Heiss
Deutschland, Norwegen 2015, 92 Min.

Darsteller:
Laura Tonke, Hans Löw,
Leander Nitsche, Melanie Straub,
Simon Schwarz, Margarita Broich

Altersfreigabe: ab 12 Jahre
FBW – Prädikat besonders wertvoll 

Hedi, Uli und ihr Sohn Finn haben sich ihr Leben gut eingerichtet – sie nehmen den Alltag, wie er kommt und träumen von dem, was sein könnte. Doch plötzlich steckt Hedi fest. Erst mal nur im Aufzug, aber dann auch im Kopf. Und mit einem Mal ist nichts mehr, wie es war. Obwohl sie versuchen, aneinander festzuhalten, gerät Hedis und Ulis Welt aus den Fugen. Um ihrer Liebe eine letzte Chance zu geben, beschließen sie, nach Norwegen zu reisen und noch einmal glücklich zu sein - zumindest für 24 Stunden.

Mit schwebender Leichtigkeit und zärtlichem Humor beschreibt „Hedi Schneider steckt fest“, dass auch im Beziehungsleben der 30-Something-Generation die Liebe bleibt, was sie ist: etwas ganz Fragiles. Nach „Hotel Very Welcome“ beweist Regisseurin Sonja Heiss erneut ihr besonderes Gespür für den schmalen Grat zwischen Tragik und Komik. Mit großer Liebe zu Ihren Figuren erzählt sie davon, was passiert, wenn das gewohnte Leben plötzlich verschwindet.

 

Freitag, 25. Oktober, 17:15 Uhr, Hedi Schneider steckt fest

Veranstaltungsort: Kultur- und Veranstaltungszentrum Köthen

Veranstalter: Mitteldeutsche Filmfreunde e.V.

Ansprechpartner: Matthias Kunze, Tel. +49 3496 512212

Eintritt: kostenfrei

Rahmenprogramm:

17:00 Uhr Einlass
17:15 Uhr Filmvorführung
18:45 Uhr Ende des ersten Films

 


Ein Dokumentarfilm über Inklusion und Erwachsenwerden

Regie:
Hubertus Siegert
Deutschland 2019, 82 Min.

Protagonisten:
Christian, Dennis, Johanna,
Luca, Marvin, Natalie

Altersfreigabe: ohne Altersbeschränkung
GRETA – flüstert Audiodeskription 

Sechs junge Erwachsene schauen zurück auf ihre gemeinsame Grundschulzeit in einer Inklusionsklasse. Sie reflektieren ihre Erlebnisse und Erfahrungen – und blicken in die Zukunft.

Schon einmal hat der Regisseur Hubertus Siegert die Mädchen und Jungen porträtiert: sein Film „Klassenleben“ (2005) erzählte von einer Berliner Grundschulklasse, in der Kinder mit und ohne Behinderungen und mit sehr unterschiedlichen Begabungen gemeinsam lernten. Das war damals, vor 14 Jahren, noch außergewöhnlicher als heute. Nun begegnen sie sich wieder und blicken auf ihr eigenes Leben und auf das der anderen. Sie sind entschlossen, ihre Zukunft anzupacken, und sind dabei voller Träume und Zweifel – und voller Respekt miteinander. Die gemeinsame Schulzeit hat die jungen Menschen geprägt, und wir erleben, wie die Generation Y heute die Inklusion lebt. Sie sind „Die Kinder der Utopie“.

Siegerts Film lädt ein, sich mit dem Thema Inklusion in der Schule aus einer neuen Perspektive zu befassen – unter der Prämisse, was die Schule uns für unser Leben in dieser Gesellschaft mitgibt. Dabei bezieht der Film selbst nicht Position für oder gegen ein spezielles Inklusionskonzept. Im Mittelpunkt stehen die Protagonisten mit ihren Lebensgeschichten. „Die Kinder der Utopie“ zeigt, wie vermeintlich Stärkere und Schwächere in unserer Gesellschaft miteinander kooperieren können – sofern man ihnen die Möglichkeit dazu gibt.

 

Freitag, 25. Oktober, 19:15 Uhr, Die Kinder der Utopie

Veranstaltungsort: Kultur- und Veranstaltungszentrum Köthen

Veranstalter: Mitteldeutsche Filmfreunde e.V.

Ansprechpartner: Matthias Kunze, Tel. +49 3496 512212

Eintritt: kostenfrei

Rahmenprogramm:

19:00 Uhr Einlass
19:15 Uhr Filmvorführung
im Anschluss Podiumsdiskussion
22:00 Uhr Ende

Thema der Podiumsdiskussion

„Eine Diskussion
rund um das Thema Inklusion“

Moderatorin

Dagmar Röse, Leiterin MDR Sachsen-Anhalt Regionalstudio Dessau

Podiumsgäste

Frau Staatssekretärin Feußner, aus dem Bildungsministerium SA zu Fragen von Inklusion in der Schule

Frau Professorin Tanja Sturm, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philosophische Fakultät III, Institut für Rehabilitationspädagogik, Pädagogik bei körperlich-motorischer Beeinträchtigung und chronischer Erkrankung

Frau Katja Hartge-Kanning, stellvertretende Landesgeschäftsführerin Deutsches Rotes Kreuz, Landesverband Sachsen-Anhalt e. V.

Herr Frank Diesener, Präsident Special Olympics Deutschland in Sachsen-Anhalt e. V.

Frau Juliane Dietrich, Athletenratsvorsitzende Special Olympics Deutschland in Sachsen-Anhalt e. V., sie ist leidenschaftliche Reiterin und mehrfache Medaillengewinnerin, unter anderem zuletzt bei den Special Olympics Weltspielen 2019 in Abu Dhabi mit zweimal Gold und einmal Silber in den Disziplinen Trail/Geschicklichkeit, Jumping/Springreiten sowie Dressage/Dressur

 


Fünf Kulturen, fünf Frauen, eine Geschichte

Regie:
Barbara Miller
Schweiz, Deutschland 2018, 101 Min.

Darsteller:
Deborah Feldman, Leyla Hussein,
Megumi Igarashi alias Rokudenashiko,
Doris Wagner, Vithika Yadav

Altersfreigabe: ab 12 Jahre
 
Originalsprachen:
Deutsch, Englisch, Französisch,
Japanisch
(mit deutschen Untertiteln)

Semaine dela Critique – Locarno Festival 

Fünf mutige, kluge und selbstbestimmte Frauen stehen im Zentrum von Barbara Millers Dokumentarfilm „#Female Pleasure“. Sie brechen das Tabu des Schweigens und der Scham, das ihnen die Gesellschaft oder ihre religiösen Gemeinschaften mit ihren archaisch-patriarchalen Strukturen auferlegen. Mit einer unfassbaren positiven Energie und aller Kraft setzen sich Deborah Feldman, Leyla Hussein, Rokudenashiko, Doris Wagner und Vithika Yadav für sexuelle Aufklärung und Selbstbestimmung aller Frauen ein, hinweg über jedwede gesellschaftliche sowie religiöse Normen und Schranken. Dafür zahlen sie einen hohen Preis – sie werden öffentlich diffamiert, verfolgt und bedroht, von ihrem ehemaligen Umfeld werden sie verstoßen und von Religionsführern und fanatischen Gläubigen sogar mit dem Tod bedroht.

„#Female Pleasure“ ist ein Film, der schildert, wie universell und alle kulturellen und religiösen Grenzen überschreitend die Mechanismen sind, die die Situation der Frau – egal in welcher Gesellschaftsform – bis heute bestimmen. Gleichzeitig zeigen uns die fünf Protagonistinnen, wie man mit Mut, Kraft und Lebensfreude jede Struktur verändern kann. Der Film von Barbara Miller ist ein Plädoyer für das Recht auf Selbstbestimmung und gegen die Dämonisierung der weiblichen Lust durch Religion und gesellschaftliche Restriktionen.

 

Samstag, 26. Oktober, 17:00 Uhr, #Female Pleasure

Veranstaltungsort: Kultur- und Veranstaltungszentrum Köthen

Veranstalter: Mitteldeutsche Filmfreunde e.V.

Ansprechpartner: Matthias Kunze, Tel. +49 3496 512212

Eintritt: kostenfrei

Rahmenprogramm:

16:45 Uhr Einlass
17:00 Uhr Filmvorführung
im Anschluss Filmbesprechung mit der Regisseurin Barbara Miller
19:45 Uhr Ende
 
 

 
Gefördert vom
im Rahmen des Bundesprogramms
 
 

 


Einer für Alle und Alle für Einen!

Regie:
Javier Fesser
Spanien, Mexiko 2018, 120 Min.

Darsteller:
Javier Gutiérrez, Jesús Vidal,
Gloria Ramos, Athenea Mata,
Itziar Castro, Luisa Gasava,
Daniel Freire, Juan Margallo

Altersfreigabe: ohne Altersbeschränkung
FBW – Prädikat besonders wertvoll 

Irgendwie läuft es momentan bei Marco nicht rund. Als Co-Trainer einer spanischen Basketballmannschaft heimst nur der Trainer das Lob und die Anerkennung ein und auch privat könnte es nicht schlechter laufen: Seine Ehe steht kurz vor dem Aus. Frustriert über sein Leben, und das immer nur die anderen die Gewinner sind, kommt es auf dem Spielfeld zum Eklat. Er beschimpft das Team, wird vom Feld geschmissen, betrinkt sich und baut einen Autounfall, was ihm prompt einen Gerichtsprozess beschert. Doch das Urteil ist so gar nicht nach seinem Geschmack. Er soll in seiner Freizeit gemeinnützig eine ganz besondere Basketballmannschaft trainieren: Ein Team, bestehend aus Menschen mit geistiger Behinderung. Und was er mit ihnen erlebt, schüttelt sein Weltbild ordentlich durcheinander …

Die spanische Außenseiterkomödie von Javier Fesser sorgt von der ersten Minute an für ein lebensbejahendes Gefühl. Mit viel Humor und Wärme erzählt Fesser die Geschichte eines Mannes, der erst durch die Arbeit mit außergewöhnlichen Menschen spürt, was er selbst für ein Mensch sein möchte. Das Zusammenspiel des Ensembles, vor allem in der Mischung aus professionellen und Laiendarstellern, sorgt für viele berührende und heitere Momente. Nicht ohne Grund zählt der Film in Spanien zu einem der erfolgreichsten Filme aller Zeiten und wurde 2019 auch für einen Oscar ins Rennen geschickt.
Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung/ FBW

 

Sonntag, 27. Oktober, 14:00 Uhr, Wir sind Champions

Veranstaltungsort: Kultur- und Veranstaltungszentrum Köthen

Veranstalter: Mitteldeutsche Filmfreunde e.V.

Ansprechpartner: Matthias Kunze, Tel. +49 3496 512212

Eintritt: kostenfrei

Rahmenprogramm:

13:45 Uhr Einlass
14:00 Uhr Filmvorführung
16:00 Uhr Schlusswort vom Verein Mitteldeutsche Filmfreunde e.V.
16:15 Uhr Ende

 


Kultur- und Veranstaltungszentrum Köthen


06366 Köthen
Schloßplatz 4

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