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Herzlich Willkommen

team mitteldeutsche filmfreunde 2022

Liebe Film- und Literaturfreunde,

wer sich nicht in erster Linie als Filmfreund versteht, findet vielleicht gerade in diesem Jahr einen besonderen Anlass, die 11. Köthener Filmtage vom 22. bis 26. Oktober zu besuchen: die Faszination für Literatur und die Frage, wie eng Filmadaptionen ihren literarischen Vorlagen folgen.

Unter dem diesjährigen Schwerpunkt „Literaturverfilmungen“ haben wir unsere Filmauswahl zusammengestellt. Die Entscheidung fiel uns erneut nicht leicht, denn bei der Recherche wird schnell deutlich, wie viele herausragende Filme auf Romanen, Erzählungen oder autobiografischen Werken basieren oder von ihnen inspiriert wurden. Zu dem Film, den wir am Sonnabend präsentieren, ist zudem ein Filmgespräch geplant.

Anlässlich des Pogromgedenkens am 9. November zeigen wir im Dürerbundhaus einen Film, der auf einem autobiografischen Roman beruht. Mit dieser Veranstaltung schließen wir zugleich unser Filmjahr ab.

Auch die beliebten Sommerkinoabende stehen wieder auf dem Programm. In diesem Jahr können Sie zwischen drei Terminen wählen. Gemeinsam mit unseren örtlichen Partnern laden wir Sie – bei hoffentlich bestem Kinowetter – nach Merzien, Quellendorf und Trinum ein.

Wir freuen uns darauf, Sie bei unseren Filmveranstaltungen auf dem Land, im Veranstaltungszentrum oder im Cine Circus Köthen begrüßen zu dürfen.

 

Herzliche Grüße
Ihre Mitteldeutschen Filmfreunde

 



Logo MdFF

 

Chłopi

Regie: Dorota Kobiela, Hugh Welchman
Polen, Serbien, Litauen 2023, 115 Min.

Darsteller: Kamila Urzedowska,
Robert Gulaczyk, Miroslaw Baka

Altersfreigabe: ab 12 Jahre
Literaturverfilmung 
 

Im späten 19. Jahrhundert lebt die junge Polin Jagna in einem Dorf, das von Klatsch und patriarchalischen Strukturen geprägt ist. Gegen ihren Willen wird sie mit dem mächtigsten Bauern verheiratet, obwohl sie dessen Sohn Antek liebt. Als die beiden eine leidenschaftliche Affäre beginnen, gerät Jagna zwischen die rivalisierenden Männer. Doch sie weigert sich, sich dem ungerechten System zu unterwerfen.

Die Schöpfer von „Loving Vincent“ verbinden erneut Malerei und Filmkunst zu einem außergewöhnlichen Werk. „Das Flüstern der Felder“ basiert auf dem Nobelpreis-Roman „Die Bauern“ von Władysław Reymont. Mehr als 100 Künstlerinnen und Künstler schufen die Ölbilder, die den Film prägen und die Atmosphäre der Zeit eindrucksvoll einfangen.

 

 

Do, 22. Oktober, 19:00 Uhr Das Flüstern der Felder

Veranstaltungsort: Kultur- und Veranstaltungszentrum Köthen

Veranstalter: Mitteldeutsche Filmfreunde e. V.

Ansprechpartner: Matthias Kunze , Tel. 0 152 343 600 22

Eintritt: kostenlos

Rahmenprogramm

19:00 Uhr Eröffnung der 11. Köthener Filmtage
anschließend Filmvorführung

 


Wenn Fantasie Hoffnung schenkt

Regie: Amin Matalqa
Jordanien 2007, 110 Min.

Darsteller: Nadim Sawalha,
Rana Sultan, Hussein Al-Sous

Altersfreigabe: ab 12 Jahre
Kino der Welt 
 

Abu Raed arbeitet als Hausmeister auf dem Flughafen in Amman. Gern würde er eine Weltreise machen, aber das bleibt ein Traum. Er führt ein einfaches Leben. Eines Tages findet er eine Pilotenmütze und die Kinder der Nachbarschaft halten ihn für einen Piloten. Sie werden Freunde. Abu Raed erzählt ihnen erfundene Geschichten, die sollen ihnen Hoffnung für ihr Leben geben. Auch als herauskommt, daß er nicht der ist, der er vorgibt zu sein, will er für die Kinder da sein. Er hat nicht immer Erfolg, wenn er sich gegen Gewalt, für Schule statt Kinderarbeit und für mehr Gerechtigkeit einsetzt, gibt aber nicht auf und will allen helfen.

Der Film gibt mit viel Feingefühl Einblick in die Kultur Jordaniens.

 

 

Fr, 23. Oktober, 17:30 Uhr Captain Abu Raed

Veranstaltungsort: Kultur- und Veranstaltungszentrum Köthen

Veranstalter: Mitteldeutsche Filmfreunde e. V.

Ansprechpartner: Matthias Kunze , Tel. 0 152 343 600 22

Eintritt: kostenlos

Rahmenprogramm

17:30 Uhr Filmvorführung

 


Amour fou

Regie: Emily Atef
Deutschland 2023, 129 Min.

Darsteller: Marlene Burow, Felix Kramer,
Cedric Eich, Silke Bodenbender

Altersfreigabe: ab 16 Jahre
Literaturverfilmung 
 

Im Sommer 1990, kurz nach dem Mauerfall, steht Maria und ihrem Freund Johannes scheinbar die ganze Welt offen. Die erste Begeisterung der Leute nach dem Fall der Mauer im Herbst des Vorjahres ist vorbei. Arbeitsplatzverlust, das Zurechtfinden im Kapitalismus, egal ob als Erwachsener oder Jugendlicher, fordert alle. Durch eine Begegnung Marias mit Henner vom benachbarten Hof geraten die Pläne durcheinander.

Wie im gleichnamigen Roman entsteht die Spannung zwischen den Charakteren aus den Abneigungen zwischen denen, die bleiben, und denen, die so schnell es geht wegwollen.

Im Berliner Tagesspiegel hieß es zu dem Film, der seine Premiere im Rahmen der Berlinale 2023 hatte: „Von Anfang an ist klar: Hier stimmt alles. Hier stimmt gar nichts. Und schon in dieser ersten Szene beginnt man, Emily Atefs ‚Irgendwann werden wir uns alles erzählen‘ für seinen abwesenden Erklärungsdrang zu mögen.“ Machen Sie sich Ihr Bild.

 

 

Fr, 23. Oktober, 20:00 Uhr Irgendwann werden wir uns alles erzählen

Veranstaltungsort: Kultur- und Veranstaltungszentrum Köthen

Veranstalter: Mitteldeutsche Filmfreunde e. V.

Ansprechpartner: Matthias Kunze , Tel. 0 152 343 600 22

Eintritt: kostenlos

Rahmenprogramm

20:00 Uhr Filmvorführung

 


Brüder

Regie: Constanze Klaue
Deutschland, 2025, 110 Min.

Darsteller: Anton Franke, Camille Moltzen,
Anja Schneider, Christian Näthe, Steffi Kühnert

Altersfreigabe: ab 12 Jahre
Literaturverfilmung 
 

Tobias wächst nach der Jahrtausendwende mit seinem älteren Bruder Philipp in der Nähe von Hoyerswerda auf. Während die Eltern mit sich selbst beschäftigt sind, fehlen den Brüdern Halt und Orientierung. Philipp sucht Anschluss bei einer Gruppe älterer Jungen und übernimmt nach und nach deren Denk- und Verhaltensweisen. Auch wenn er die Bezeichnung „Nazi“ für sich zurückweist, entfernt er sich immer weiter von seinen bisherigen Maßstäben.

Der Film feierte seine Weltpremiere auf der 75. Berlinale 2025. Nach dem gleichnamigen Bestseller von Lukas Rietzschel erzählt er eindringlich von der Suche nach Zugehörigkeit, familiären Brüchen und den Folgen fehlender Orientierung.

 

 

Sa, 24. Oktober, 15:30 Uhr Mit der Faust in die Welt schlagen

Veranstaltungsort: Kultur- und Veranstaltungszentrum Köthen

Veranstalter: Mitteldeutsche Filmfreunde e. V.

Ansprechpartner: Matthias Kunze , Tel. 0 152 343 600 22

Eintritt: kostenlos

Rahmenprogramm

15:30 Uhr Filmvorführung
anschließend Podiumsgespräch
 
 

 
Gefördert vom
im Rahmen des Bundesprogramms
 

 


Zwischen Büchern und Freiheit

Regie: Eran Riklis
Italien, Israel 2024, 108 Min.

Darsteller: Golshifteh Farahani,
Zar Amir Ebrahimi, Mina Kavani

Altersfreigabe: ab 12 Jahre
Kino der Welt 
 

Der Film basiert auf dem international erfolgreichen, autobio­grafisch geprägten Buch von Azar Nafisi. Nach der Revolution wird eine Universitätsdozentin gezwungen, ein Kopftuch zu tragen. Lehrpläne werden geändert, Bücher verboten, freies Denken und selbstbestimmtes Handeln zunehmend eingeschränkt. Heimlich trifft sie sich mit einigen Frauen, um gemeinsam Romane zu lesen, die in ihrem Land verboten sind. Der Film zeigt eindrucksvoll, dass Bildung, freies Denken und ein selbstbestimmtes Leben keine Selbstverständlichkeiten sind. Für die Frauen sind sie nur dann möglich, wenn sie bereit sind, persönliche Risiken einzugehen.

Mit diesem Film – und der Filmauswahl der Filmtage insgesamt – möchten wir daran erinnern, dass Freiheit und Unabhängigkeit nicht selbstverständlich sind. Sie müssen bewahrt und immer wieder verteidigt werden.

 

 

Sa, 24. Oktober, 20:00 Uhr Lolita lesen in Teheran

Veranstaltungsort: Kultur- und Veranstaltungszentrum Köthen

Veranstalter: Mitteldeutsche Filmfreunde e. V.

Ansprechpartner: Matthias Kunze , Tel. 0 152 343 600 22

Eintritt: kostenlos

Rahmenprogramm

20:00 Uhr Filmvorführung

 


Mission: Schule retten!

Regie: Ekrem Ergün
Deutschland 2023, 87 Min.

Darsteller: Lucas Herzog, Serkan
Kaya, Max Giermann, Felicitas Woll

Altersfreigabe: ohne Altersbeschränkung
Literaturverfilmung 
 

Der neunjährige Maxe muß sich in der Schule an die Regeln halten, die der Schulleiter Schnittlich aufgestellt hat, insgesamt 777, die in seinem „Gesetzbuch“ stehen. Kurz zusammengefasst lauten ­diese: Die Schule darf alles, Kinder dürfen nichts. Als Rasputin Rumpus, ein Agent im Dienst der Behörde für Langeweilebekämpfung, mit ihm das Regelwerk zerstören will, erkennen auch Maxes Mitschüler ihre Stärken und finden durch Freundschaften, die es vorher gar nicht gab, zueinander. Ein gemeinsa­mer Ausflug mit einigen Überraschungen macht es möglich.

Am Ende erkennt Maxe: Die Regeln an sich stören ihn nicht, sondern sie ohne Verständnis stur durchzusetzen und kein Verständnis für die Anliegen der anderen zu haben.

 

 

So, 25. Oktober, 10:00 Uhr Die unlangweiligste Schule der Welt

Veranstaltungsort: Cine Circus

Veranstalter: Mitteldeutsche Filmfreunde e. V.

Ansprechpartner: Matthias Kunze , Tel. 0 152 343 600 22

Eintritt: kostenlos

Rahmenprogramm

10:00 Uhr Filmvorführung

 


Es lohnt sich, ein netter Mensch zu sein

Regie: Mélanie Auffret
Frankreich 2023, 90 Min.

Darsteller: Michel Blanc,
Julia Piaton, Lionel Abelanski

Altersfreigabe: ab 6 Jahre
Literaturverfilmung 
 

Alice ist Bürgermeisterin und gleichzeitig Lehrerin der Dorfschule eines Ortes, der im Laufe der Jahre zunehmend verwaist ist. Sie selbst ist optimistisch und stellt sich dem allmählichen Ende des lebenswerten Landlebens entgegen, denn immer mehr Leute verlassen das idyllische Dorf. Eines Morgens hat sie nicht nur ihre kleinen Schüler in der Grundschulklasse. Émile ist 65 und gibt zu, nicht lesen zu können, es aber noch lernen zu wollen. Dabei droht auch der Schule wegen zu wenig Schülern das Aus. Der Film erzählt in leichten Tönen davon, dass es gar nicht so leicht ist, ein Leben lang zu verheimlichen und zu überspielen, nicht Lesen und Schreiben zu können. Für Émile, der bis zum Tod seines Bruders mit diesem zusammengelebt hat, ist es nur eine Frage der Zeit, bis seine Täuschungen auffliegen, die seine Verwundbarkeit überdecken.

Der Erhalt der Schule und ihres Dorflebens ist das Ziel aller und Inhalt unseres Familienfilms am Sonntagnachmittag.

 

 

So, 25. Oktober, 15:00 Uhr Es sind die kleinen Dinge

Veranstaltungsort: Cine Circus

Veranstalter: Mitteldeutsche Filmfreunde e. V.

Ansprechpartner: Matthias Kunze , Tel. 0 152 343 600 22

Eintritt: kostenlos

Rahmenprogramm

15:00 Uhr Filmvorführung

 


Einfach wird es nie, es wird nur weniger schwer

Regie: Nora Fingscheid
Deutschland, Großbritanien 2024, 119 Min.

Darsteller: Saoirse Ronan,
Stephen Dillane, Paapa Essiedu

Altersfreigabe: ab 12 Jahre
Literaturverfilmung 
 

Wir haben wieder einen Film von Nora Fingscheidt für die Filmtage ausgewählt. Der Film übernimmt die Struktur der Literaturvorlage „Nachtlichter“ von Amy Liptrot und wechselt zwischen den Orten und verschiedenen Zeiten.

Rona, die Hauptfigur dieses Films, ist auch eine Art System­spren­ger. Nach Trennung und Jobverlust stürzt sie nach übermäßigem Alkoholkonsum wieder und wieder ab. Ruhe und vor allem Heilung will sie auf den Orkney-Inseln in Schottland finden. Von dort stammt sie und ist vor Jahren nach London gegangen. In und mit der Natur kommt sie allmählich zur Ruhe, engagiert sich vor Ort und erfährt bei Begegnungen. dass sie nicht allein ist: Auch hier gibt es andere Betroffene.

 

 

Mo, 26. Oktober, 17:30 Uhr The Outrun

Veranstaltungsort: Cine Circus

Veranstalter: Mitteldeutsche Filmfreunde e. V.

Ansprechpartner: Matthias Kunze , Tel. 0 152 343 600 22

Eintritt: kostenlos

Rahmenprogramm

17:30 Uhr Filmvorführung

 


Im Moor

Regie: Olivia Newman
USA, 2022, 126 Min.

Darsteller: Daisy Edgar-Jones,
Taylor John Smith, Harris
Dickinson, David Strathairn

Altersfreigabe: ab 12 Jahre
Literaturverfilmung 
 

Als junges Mädchen wird Kya von ihren Eltern verlassen und wächst allein in den Sümpfen North Carolinas auf. Im nahegelegenen Barkley Cove gilt das „Marschmädchen“ als Außenseiterin und wird von der Dorfgemeinschaft gemieden. Nur ein schwarzes Ehepaar, das einen kleinen Lebensmittelladen betreibt, steht ihr zur Seite. Als Kya sich zwei jungen Männern annähert, verändert sich ihr Leben. Doch nach dem rätselhaften Tod eines von ihnen gerät sie ins Visier der Ermittlungen. Für die Bewohner scheint die Außenseiterin schnell die Schuldige zu sein – doch die Wahrheit liegt verborgen in den Sümpfen.

Der Film erzählt von Ausgrenzung, Vorurteilen und der Suche nach Wahrheit – eingebettet in die eindrucksvolle Natur North Carolinas.

 

 

Mo, 26. Oktober, 20:00 Uhr Der Gesang der Flusskrebse

Veranstaltungsort: Cine Circus

Veranstalter: Mitteldeutsche Filmfreunde e. V.

Ansprechpartner: Matthias Kunze , Tel. 0 152 343 600 22

Eintritt: kostenlos

Rahmenprogramm

20:00 Uhr Filmvorführung

 


Kultur- und Veranstaltungszentrum Köthen


06366 Köthen
Schloßplatz 4

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Cine Circus Köthen


06366 Köthen
Weintraubenstraße 15

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